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Þorvaldur Skúlason (1906-1984)

Þorvaldur Skúlasson wurde in Borðeyri im westlichen teil Islands geboren. 1928 trat er der königlichen Akademie in Oslo bei. Seine wichtigsten Lehrer waren Axel Revold und Jean Heiberg, beide ehemalige Schüler Henri Matisses. 1931 ging er nach Paris, wo er mit Marcel Gromaire studierte und häufig die Schule von Fernand Léger. Er stellte zusammen mit der Skandinavischen Gruppe Koloristerne (Die Koloristen) in Kopenhagen aus, mit streng arrangierten Bildern von Schiffen, Hafenszenen, Interieur und kalten Winterlandschaften. Nach seinem Aufenthalt in Dänemark, verbrachte er den Sommer in Sizilien und zog dann 1939 nach Paris zurück. Bis dahin hatte er sich formalen, halb-abstrakten Stil angenommen, mit einem starken impastierten und auch tastbaren Farbauftrag.

Skúlasson zog 1940 nach Island. Hier wurde er bald die Leitfigur einer jungen Künstlergruppe und 1947 gründeten sie die expressionistische Gruppe Septemberhópurinn (The Septemberists), welche einen reinen nicht-bildlichen und später konkreten Stil mit ausschließlich 2-dimensionalen Farbauftrag verwendeten. Die vier jährlichen Ausstellungen der Gruppe waren die Wiege der modernen Malerei in Island, im starken Kontrast zum expressionistischen, romantischen Landschaftstradition. Während der nächsten Jahre nahm Skúlasson an vielen ausländischen Ausstellungen teil. In seinen späteren Jahren kehrte er von seinen statischen Konstruktionen zu dynamischen zyklischen Kompositionen zurück. Nach seinen Aussagen wurde er von der Geschwindigkeit und dem modernen Bewusstseinsbewegung im Weltraum beeinflusst.