Óskar Magnússon (1915-1993)
Óskar Magnússon gehörte zu den Volkskünstlern der isländischen Kunstgeschichte. Er und seine Frau Blómey Stefansdóttir stellten Textilien her, welche sowohl in Island als auch im Ausland ausgestellt wurden. Magnússon wurde keiner formalen Ausbildung bezüglich der Kunst zu Teil. Er war Hafenarbeiter, sein Traum aber war es seine Ideale und Ideen auf künstlerischen Weg zu vermitteln. Magnússon war ein Mann, der seine Meinung immer stark vertreten hat und ab einem gewissen Punkt entschied er sich dazu der Gesellschaft den Rücken zu kehren. Grund war eine Auseinandersetzung mit der örtlichen Behörde, die sein Haus abreißen ließen um eine Umgehungsstraße zu bauen. Magnússon baute dieses Haus in Reykjavík, das den anderen Häusern in keiner Weise ähnelte und es bestätigte seine eigenwillige Denkweise und Exzentrizität. Danach baute Magnússon für sich und seine Frau eine kleine Hütte auf der Heide Hellisheiði, unweit von Hveradalir. Neun Jahre lang lebten er und seine Frau auf dem „Berg“ in sehr einfachen Verhältnissen und arrangierte sich mit der Rauheit des isländischen Wetters und der Natur. Dort woben sie ihre Textilien – welche viel Beachtung fanden – in ihrem selbsternannten Exil. Magnússon wob verschiedene Bilder, sein bevorzugtes Thema war sein Idol Josef Stalin. Er stellte aber auch viele verschiedene Teppiche her, ganz nach dem Stil der naiven Kunst – die künstlerische Darstellung des Traums von der Menschheit in Frieden mit der Natur. Seine vielen Porträts von alten isländischen Dichtern sowie zahlreiche isländische Volksthemen zeigen Magnússon’s Fähigkeiten auf ganz unterschiedliche Art und Weise seine Kreativität Ausdruck zu verleihen. |